Bauabzugssteuer

Die Bauabzugssteuer ist eine Steuer, die an das Finanzamt abgeführt werden muss. Sie spielt nur für Unternehmen eine Rolle, die Bauleistungen in Auftrag geben. Sollte das beauftragte Unternehmen dem Auftraggeber keine Freistellungsbescheinigung vorlegen, so muss der Unternehmer, der den Auftrag vergeben hat, die Bauabzugssteuer von der Rechnung einbehalten und an das zuständige Finanzamt abführen. Die Grundlage für die Bauabzugssteuer findet sich im Paragraphen 48, Abs. 1 des Einkommenssteuergesetzes. Grundsätzlich ist die Bauabzugssteuer, die 15 % des Rechnungsbetrages beträgt, von allen Bauleistungen einzubehalten, sofern das beauftragte Unternehmen keine Freistellungsbescheinigung vorlegen kann. Die 15 Prozent werden vom Bruttorechnungsbetrag abgezogen.

Beispiel: Ein Unternehmer beauftragt Bauleistungen und erhält hierüber eine Rechnung in Höhe von 50.000 Euro zuzüglich 19 % MwSt = 59.500 Euro. Von diesem Betrag muss er die Bauabzugssteuer (8.925 Euro) abziehen und überweist an den Bauunternehmer lediglich 50.575 Euro, die Differenz leitet er an das zuständige Finanzamt.

Zuletzt aktualisiert am 26.11.2015 von SweetHome GmbH.

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