Anliegergebühren

Grundsätzlich versteht man unter Anliegergebühren nichts anderes als die Erschließungskosten für ein Grundstück. Jedes Grundstück muss laut Gesetz vor der Bebauung erschlossen werden, bzw. die Erschließung muss gesichert sein. Die jeweilige Gemeinde ist zuständig für die Errichtung der Erschließungsanlagen und stellt den Grundstückseigentümern die Anliegergebühren (Erschließungsgebühren) in Rechnung. Mit den so vereinnahmten Geldern werden beispielsweise die Straßen und Grünanlagen im jeweiligen Baugebiet finanziert, aber auch der Bau von Spielplätzen findet mit Hilfe dieser Gelder statt. Die Höhe der Anliegergebühren wird innerhalb der Gemeindesatzung festgelegt. Die Gebühren können unterschiedlich berechnet werden:

1. nach der, an der zu erschließenden Stelle liegenden Grundstücksbreite, 2. nach der gesamten Grundstücksfläche oder 3. nach Maß und Art der Nutzung des Grundstückes. Die Grundstückseigentümer haben 90 Prozent der gesamten Anliegerkosten selbst zu tragen. Daher spielen die Anliegergebühren schon während des Grundstückskaufs und im Rahmen der Finanzierung eine große Rolle.

Zuletzt aktualisiert am 26.11.2015 von SweetHome GmbH.

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