Abstandszahlung

Unter einer Abstandszahlung werden einmalige Zahlungen von Mietern und Immobilienkäufern an Vermieter oder Vorbesitzer einer Immobilie für das Überlassen von Wohnraum verstanden.

Unter einer Abstandszahlung werden einmalige Zahlungen von Mietern und Immobilienkäufern an Vermieter oder Vorbesitzer einer Immobilie für das Überlassen von Wohnraum verstanden. Jedoch können auch gesonderte Vereinbarungen bezüglich des Abstandes vereinbart werden. Denkbar ist ein so genannter Abstand auch in Form von Sachwerten, wobei der finanziellen Vergütung für das schnelle Überlassen von Wohnraum der Vorzug eingeräumt wird.

Was früher im Bereich Wohnraumvermietung üblich war, wurde durch das Mietrechtsreformgesetz gekippt. Abstandszahlungen an den Vormieter, damit dieser schnell seine Wohnung räumt, sind nicht mehr zulässig. Möchten Sie eine gebrauchte Immobilie erwerben, in deren Kaufpreis Abstandszahlungen enthalten sind, fließen diese nicht in die Immobilienbewertung ein. Die unter bestimmten Umständen zulässigen Abstandszahlungen können Sie als Vertragspartner mitgestalten und den Betrag schriftlich niederlegen. Wechselt eine Immobilie den Besitzer, wird der Kaufvertrag notariell beurkundet. Sie sollten den unterzeichneten Zusatz über eine Abstandszahlung in den Vertrag einbinden.

Nicht verwechseln: Abstandszahlung und Ablöse

Oft werden die Begriffe verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Verfahren umschreiben. Anders als beim Abstand, geht es bei der Ablöse um einen Ausgleich, wenn Sie beispielsweise eine Immobilie mit Inventar oder Teilen einer Einrichtung übernehmen. Gleiches gilt auch, wenn erst kürzlich Sanierungsarbeiten an der Immobilie vorgenommen wurden oder andere Investitionen den Wohnwert erhöhen.

Bei den Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer sollten Zeitwerte als Richtlinien für Investitionen ermittelt werden. Halten Sie den Gegenstand der Verhandlungen wie auch die Höhe der Ablösesumme in einem Protokoll fest, das wie bei der Abstandszahlung auch, zum Gegenstand des Notarvertrags werden sollte, um spätere Ansprüche auszuschließen. Grundsätzlich gilt für beide Verfahren, Ablöse und Abstand, dass zusätzliche Kosten in den Kaufpreis einer Immobilie einfließen sollten, ohne dass der reale Wert einer Immobilie dadurch beeinflusst wird. Immobilienbewertungen basieren auf einem Markt- oder Verkehrswert, der mit Hilfe dreier unterschiedlicher Verfahren ermittelt wird, zu denen das Vergleichswertverfahren gehört, das an gesetzliche Vorgaben gebunden ist wie auch das Sachwertverfahren und das Ertragswertverfahren.

Zuletzt aktualisiert am 26.11.2015 von SweetHome GmbH.

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